
Vision
Die Frage ist nicht,
was man anschaut,
sondern was man sieht.
Henry David Thoreau
Natur trifft Kunst
Sowohl meine Fotografie als auch meine abstrakte Kunst entstehen aus der stillen Begegnung mit der Natur. Nicht als Abbild, sondern als Essenz. Mich interessiert nicht das Sichtbare, sondern das, was darunter liegt: Bewegung, Rhythmus, Spannung und Leere.
In flüchtigen Momenten offenbaren sich Formen, Linien und Farben. Auf der Wasseroberfläche, im Nebel weiter Landschaften oder im Zusammenspiel der Elemente. Diese Erscheinungen sind oft zufällig, vergänglich und nicht wiederholbar. Ich nehme sie wahr, löse sie aus ihrem Kontext und bewahre sie als innere Bilder.
In meinen Arbeiten verdichten sich diese Eindrücke. Die Natur wird reduziert, abstrahiert und neu interpretiert. Übrig bleibt das Wesentliche: ein visuelles Echo des Erlebten. So entstehen Werke, die nicht erzählen, sondern andeuten – offen, ruhig und frei von Erklärungen.
Jedes Werk ist eine persönliche Übersetzung eines inneren Prozesses. Ein Moment des Loslassens, der Klärung, der Wandlung. Die Bilder sind Räume, keine Antworten.
Meine Kunst lädt ein, zu sehen, ohne zu benennen. Zu fühlen, ohne festzuhalten. Und in dieser Reduktion vielleicht etwas Eigenes zu entdecken: eine Resonanz, eine Erinnerung oder ein Gefühl von Weite und innerer Freiheit.




